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Der Unterschied! Karin hat bisher nicht schwimmen gelernt, aber schon in zwei Wochen beginnt der Schwimmunterricht in der Schule. Karin wird unruhig und fürchtet sich vor der Blamage vor den Augen ihrer Mitschülerinnen mit Schwimmflügeln oder Schwimmbrett in das seichte Kinderbecken gehen zu müssen. Ihre Eltern, die es einfach nur vergessen hatten, wollen sich nun bemühen, Karin eine fundierte Schwimmausbildung in den Händen eines erfahrenen, ehemaligen Leistungsschwimmers zu geben. Was sie nicht wissen ist, dass der Schwimmlehrer erst letzte Woche an einem zweitägigen Wochenendseminar die eigenen Schwimmflügel abstreifen konnte und derzeit aber noch Wassertiefen ab 1, 50 m scheut. Dieses Beispiel soll verdeutlichen, worauf Eltern sich unter Umständen einlassen, wenn sie eigentlich nur das Beste für ihr Kind wollen. Durch gute Worte („Ja, also wir haben ja sehr viel Erfahrung in der Betreuung von Kindern.“), einleuchtender Logik („Ihr Kind könnte morgen schon überfallen werden, also melden sie es lieber gleich bei uns an!“ und alarmierender Taktik („Also wir schließen die Öffentlichkeit aus unseren Kursen aus. Denn wenn jeder zusehen kann, was wir hier mit den Kindern machen, ja, da kommen die Verbrecher und bereiten sich zusammen mit den Kindern vor!“) werden Eltern und Erziehungsberechtigte oft unter Druck gesetzt. Sie befürchten, als Eltern zu versagen, wenn sie ihr Kind nicht in „gute Hände“ geben. Man kann auch nicht verlangen, dass Mütter und Väter soviel Basiswissen haben, um schwarze Schafe sofort zu erkennen. Eltern sollten einfach ihren gesunden Menschenverstand einsetzen, wenn es um dieses wichtige Thema geht: „Kann mein Kind sich wirklich selbst behaupten und verteidigen, wenn es allein ist!“ Dies muss im Mittelpunkt stehen, wenn man sich um einen geeigneten Kurs zur Selbstverteidigung bemüht. Wie erkenne ich nun als Erziehungsberechtigter, ob der Selbstverteidigungskurs von geschulten, erfahrenen und ernsthaften Trainern durchgeführt wird? Hier nun einige Anhaltspunkte: In keinem Fall ist es sinnvoll, wenn der oder die Trainer ihr eigenes Wissen nur durch einige Wochenendseminare oder gar nur aus Büchern erworben haben. Oftmals verfügen diese Personen weder über eine praktische Kampferfahrung (d.h. sie haben sich noch nie dem Thema „Vollkontaktkampf ohne Gewichtsklassen, ohne Schiedsrichter, ohne schützendes Regelwerk“ wirklich ernsthaft auseinandergesetzt), noch haben sie psychologische oder pädagogische Kenntnisse, um mit dieser heiklen Thematik umzugehen. Möchte man einem Kind vermitteln, wie ein Angreifer denkt, wie er handelt, was er vorhaben könnte, so muss man individuell, gezielt und mit Einfühlungsvermögen auf die Kinder eingehen. Auch muss man selbst Kampferfahrung mit Vollkontakt haben, denn nur wenn der Trainer selbst in Grenzsituationen war, so kann er anderen genau aufzeigen, wie man sich fühlt. Er kann den Kindern dann auch sehr gut vermitteln, warum es z.B. eben nicht schlimm ist, wenn man Angst hat, sondern wie man dieses natürliche Phänomen sogar zum eigenen Vorteil einsetzen kann. Nur Trainerinnen? Es ist absolut unzweckmäßig, wenn ein Selbstverteidigungskurs für Mädchen nur von Frauen gehalten wird. Sicherlich ist es richtig, dass Mädchen zu Frauen eine andere Hemmschwelle haben und sie zunächst einen leichteren Zugang finden. Geschulte männliche Trainer schaffen dies aber auch bereits von der ersten Kursstunde an. Leider kann aber auch die stärkste Frau einen realistischen Angriff eines aggressiven, gewaltbereiten Mannes nicht nachstellen. Und die meisten Täter bei Gewalt gegen Kinder sind nun einmal Männer. Auch sind die unterschiedliche Gewichtsklassen ein Thema. Während Frauen mit 60-80 Kilo Kindern gegenüberstehen, die zwischen 30 und 50 Kilo wiegen, so bieten hier männliche Trainer mit 80-110 Kilo und mehr Körpergröße ein wesentlich realistischeres Gegnerbild. Es ist unabdingbar, dass Mädchen sich in Selbstverteidigungskursen bewusst werden, dass ihr Angreifer mehr als das doppelte wiegen kann, als man selbst, und dass sie dadurch lernen können, genau mit dem Stress, den diese Unverhältnismäßigkeit erzeugt, umzugehen. Natürlich wird bei SVT besonderer Wert gelegt, den Mädchen in jeder Trainingseinheit eine weibliche Ansprechpartnerin zu bieten. Dafür arbeiten wir eng mit dem Team von Frau Claudia Bauer, einer Diplompsychologin und Jugendtherapeutin, zusammen. Warum ein Kleingruppenkonzept mit mehreren Trainern ? Absolut verkehrt ist es, wenn Kurse nur von einem einzigen Trainer gehalten werden. Schnell durchschauen Mädchen, auf was der Trainer mit seiner individuellen Kampftechnik wert legt und passen sich seinem Stil an. Ein fataler Fehler, wenn aus dem Training einmal bitterer Ernst wird. Daher ist ein Trainerwechsel von größter Wichtigkeit, um die Realität dem Mädchen immer wieder vor Augen zu führen. Ein weiterer Punkt ist zu beachten, wenn Ihnen als Erziehungsberechtigten ein „gewisser Kampfstil“ propagiert wird. Dies soll bedeuten, dass in einem Einführungsgespräch, wenn dies überhaupt angeboten wird, obwohl dies schließlich zur Vertrauensbildung zwischen Kind, Eltern und Trainern aus unserer Sicht unabdingbar ist, erklärt wird, dass dieser und jener Kampfstil an die Kinder weiter gegeben werden solle. Besonders sinnvoll ist dies unter dem Gesichtspunkt Kind – Erwachsener natürlich nicht. Ein Kind kann nicht wie ein Erwachsener kämpfen oder sich selbst verteidigen. Daher ist es äußerst fragwürdig, wenn man den Jugendlichen hier beibringt, wie sie einen Erwachsenen Angreifer mit einem Schulter – oder Hüftwurf oder einem Box- oder Karatefauststoß niederstrecken können. Allein durch das Gewichts- und Kräfteungleichgewicht ist dies eigentlich schon nicht mehr fragwürdig, sondern lebensgefährlich. Es besteht in der Realität zwischen Kind und Angreifer keinerlei Chancengleichheit. Warum also mit falschen Tatsachen Kind und Erziehungsberechtigte in falsche Sicherheit wiegen? Ist dies nicht das Fatalste? Wer nun verunsichert ist, was das beste für sein Kind sein soll, der lasse sich hier auch noch über einen sehr anstößigen Punkt informieren, die diejenigen anwenden, welche nur an einer schnellen „Elternabzocke“ interessiert sind: der Kostenfaktor. In der Selbstverteidigung bereitet man junge Mädchen und Frauen auf Grenzsituationen in ihrem Leben vor. Niemand wünscht einer Frau oder einem Kind den Moment, aus dem das Leben ein Alptraum wird. Den Moment, an dem ein Mensch einem anderen versucht Gewalt anzutun. So entsetzlich dies auch klingen mag, die Eltern, die ihr Kind verantwortungsbewusst zu einem Selbstverteidigungskurs anmelden, haben sich mit dem auseinandergesetzt, was unsere Gesellschaft als großen Ballast zu tragen hat. Wenn man sich also nun bewusst ist, dass ein Kind in Gefahr schweben kann (!), wenn es eben schnell einmal zum Bäcker gehen soll, warum werden dann von Organisatoren von Selbstverteidigungskursen Kosten gespart, indem man die Mädchen auf ausgestopfte Schlafsäcke, ausgebeulte Sofakissen und ähnliches schlagen lässt? Sicherlich, die Hemmschwelle zum Zuschlagen mag überwunden werden, aber man lässt die Kinder gegen weiche, menschenunähnliche Gegenstände schlagen, die sich nicht wehren. Der Realität gibt es wohl kaum etwas Ferneres. Eine erforderliche Ausrüstung, die den Trainer vor den Angriffen der Kinder schützt, kostet mehrere tausend Euro. Diese Ausrüstung ist jedoch unabdingbar, denn hinter ihr steckt die Person, die auf ihr Kind eingehen soll, wenn es sich überwindet, einmal zuzuschlagen. Zudem wird das Mädchen schnell merken, dass auch eine falsche Verteidigungstechnik sie selbst schmerzen kann! Wenn sie z.B. den 90-Kilo-Trainer mit einem Fauststoß trifft, so wird sie Schmerzen im Handgelenk bekommen, da die menschliche Hand für Fauststöße eigentlich nicht gedacht ist. Sie muss sich also damit auseinandersetzen, wie sie einen lebenden Menschen, wenn auch in Schutzkleidung, wirkungsvoll schlagen muss, ohne sich dabei selber zu verletzen, wenn dieser Gegner sich wehrt, sie anschreit und versucht einzuschüchtern. Nur durch die möglichst nahe Darstellung der Realität wird ihr Kind lernen, wie es sich selbst behaupten und verteidigen kann. Ein weiterer Punkt der Kostenfalle ist natürlich auch noch der Personalmangel. Gelernte Wochenendseminartrainer bürden sich gleich nach ihrem bestandenen Mangel-Zertifikat Mädchengruppen von 20 bis 30 Kindern auf. Selbst für einen erfahrenen Pädagogen ist es immer wieder eine Herausforderung so viele Mädchen auf einmal zu bändigen. Man möchte sich gar nicht vorstellen, wie ein einzelner, unerfahrener, evtl. vorrangig an Geld interessierter Trainer hier den Mädchen etwas beibringen möchte. Wenn also unseriöse Anbieter hier an Ausrüstung und Personaleinsatz sparen, man mag nicht daran denken, wo noch gespart wird, dann sparen Sie sich lieber die falsche Sicherheit, die sie für teures Geld erkaufen müssten. Realitätsnahe Rollenspiele In jeder Trainingseinheit sind Rollenspiele mit wechselnden Trainern zur Simulation von unterschiedlichsten Echtsituationen für die Kinder sehr wichtig. Sie lernen hier ihre eigenen Hemmungen kennen und können sie ablegen. Sie müssen sich in Rollenspielen gegen Erwachsene verbal durchsetzen und lernen so, durch eine kräftige Stimme ihr Gegenüber einzuschüchtern und andere Menschen auf ihre Problemsituation aufmerksam zu machen. Und sie lernen, mit ihrer naturgegebenen Angst positiv umzugehen. Bei unprofessionellen Anbietern läuft ein Rollenspiel meist beschämend ab. Mädchen müssen z.B. Medizinbälle (ein stummer Ball übernimmt also die Rolle eines Menschen!) anbrüllen, andere Mädchen aus dem Kurs beschimpfen oder Puppen und Pappkameraden anschreien. Das war es aber dann auch. Diese „Methoden“ haben weder einen sinnvollen Lernfaktor noch eine pädagogische Relevanz, die ihrem Kind in der Entwicklung irgendetwas bringt. Sie erzeugen nur ein falsches Selbstvertrauen. Daher ist davon Abstand zu halten. Eltern einbinden Wer nun nicht mehr weiß, ob er seinem Kind etwas Gutes tut oder nicht, dem sollen diese Ausführungen als „Spickzettel“ dienen. Sie können selbst besser erkennen worauf es einem geschulten, erfahrenen Team an Selbstverteidigungstrainern ankommt, wenn Sie ihr Kind in deren Hände geben: Ein Informationsabend für die Eltern ist ein unabdingbarer Teil, um ihrem Kind eine gewinnbringende Selbstverteidigung zu garantieren. Anstatt Werbung für unseren Verein zu machen, geben wir bei der Elternveranstaltung wertvolle Tipps im Umgang mit ihrem Kind während der Zeit des Kurses und für die Zeit danach. Sie sind der Ruhepol im Leben ihres Kindes und bei Ihnen fühlt es sich sicher. Daher ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern von größter Bedeutung. Gleichwertig zur körperlicher Abwehr, die ihr Kind erlernen wird, betreiben wir mit dem Mädchen sog. Konfrontationsmanagement. Man darf nämlich nie vergessen, dass die körperliche Auseinandersetzung mit einen Angreifer die letzte Stufe der Eskalation ist. Diese kann oft durch gezielte und konsequente verbale Gegenwehr rechtzeitig verhindert werden. Nur wenn sich ihr Kind selbstsicher gegen einen Angreifer behaupten kann, gelingt ihm das wichtigste: die Flucht und das Retten an einen sicheren Ort. Abschließend wollen wir betonen, dass keiner der Trainer in unserem Verein diese Tätigkeit hauptberuflich ausübt. Dies ist aus finanziellen Gründen nicht umsetzbar und wird von uns auch nicht angestrebt. Wir sind nicht auf die „schnelle Mark“ angewiesen. Jeder Trainer verfügt über mindestens zwanzig Jahre Kampferfahrung, langjährige Erfahrung als Kampfkunst- und SVT-Ausbilder und es ist immer eine weibliche pädagogische Fachkraft im Trainerteam. Wir bieten auf Wunsch eigene Räume und grundsätzlich nur professionelle Ausrüstungen, um ihrem Kind in der Behauptung und Verteidigung des eigene Wohls die besten Vorraussetzungen zu bieten. Geben sie also ihr Kind nicht in irgendwelche, wenn vielleicht auch gut meinende Hände, sondern beachten sie, dass sie sich durch Kompetenz, Erfahrung und Ernsthaftigkeit von den Trainern überzeugen lassen. Unsere Motivation verdeutlicht Ihnen sicher dieses Bild: Wir bringen ihren Kindern nicht Trockenschwimmen oder Plantschen im seichten Uferwasser bei. Sie dürfen und sollen das Schwimmen in den hohen Wellen eines tiefen Meeres lernen. Übrigens: Nicht jedes Auto ist ein Porsche und nicht jeder Selbstverteidigungskurs ist ein SVT-Seminar!!
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